Die Initiative - Sachsen retten Leben

Hintergrund

Umsetzung


Täglich erleiden in Deutschland 120-175 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Das sind mindestens 50.000 Menschen pro Jahr. Nur in etwa 30 Prozent der Notfallsituationen greifen nichtprofessionelle Helfer aktiv ein, bevor der Rettungsdienst eintrifft. In anderen europäischen Ländern werden die lebensrettenden Maßnahmen in 65-75 % der Fälle begonnen - mehr als doppelt so oft wie in Deutschland

 

Um die Reanimationsquote zu erhöhen wurde 2016 das "Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung" (NAWIB) gegründet. Das Aktionsbündnis setzt sich dafür ein, das Wissen über Laienreanimation in Deutschland zu erhöhen und zu zeigen:  Wiederbelebung ist kinderleicht!

 

Doch immer noch sind Unwissenheit und Angst etwas falsch zu machen die häufigsten Ursachen für das Ausbleiben der Hilfe. Deswegen muss bei den jungen Menschen angefangen werden, durch regelmäßiges Training Berührungsängste abzubauen. Am Beispiel Skandinavien zeigt sich, dass durch die Einführung von Wiederbelebungsmaßnahmen im Schulunterricht und breit angelegten Informationskampagnen die Laienreanimationsquote von 20 Prozent im Jahr 2000 auf 45 Prozent gesteigert werden konnte.

 

Aus diesem Grund ist es unser Ziel, das Thema Wiederbelebung auch in Sachsen in den Schulunterricht zu etablieren. Durch die frühe Auseinandersetzung mit dem Thema werden Berührungsängste vermeiden und Wiederbelebung wird zu einer Selbstverständlichkeit. Eine Integration in den Lehrplan und das regelmäßige Wiederholen der Schulung fördert diesen Effekt. 

Die Implementierung des Reanimationsunterrichts an den Schulen im Bundesland Sachsen erfolgt auf Basis des "Train-the-Trainer"-Konzeptes. Im Rahmen dieser Schulung werden Lehrer dahingehend qualifiziert, Wiederbelebungsmaßnahmen (Prüfen-Rufen-Drücken) im Unterricht ihrer Klassen selbstständig zu planen und durchzuführen.

 

Diese Grundqualifizierung beinhaltet die theoretischen Grundlagen der Wiederbelebung, praktische Übungen mit Reanimationsphantomen sowie den Umgang mit den in der Schule eingesetzten Phantomen und Umsetzungsmöglichkeiten im Regelunterricht.

 

Durchgeführt werden die Schulungen ehrenamtlich durch Ärzte der teilnehmenden Anästhesiekliniken aus Dresden, Leipzig und Chemnitz sowie durch qualifizierte Erste-Hilfe-Ausbilder.

 

Die teilnehmenden Lehrkräfte erhalten im Anschluss für ihre Schule einen Klassensatz Trainings-Phantome sowie Arbeitsmaterialien für den Unterricht kostenfrei zur Verfügung.

 

 


Termine für Lehrerfortbildungen

Leipzig, 01.11.2017

Dresden, 06.11.2017

Chemnitz, 08.11.2017